Wir kennen sie ja alle, die negativen und drückenden, die deprimierenden und niederschmetternden Antworten auf unsere Bemühungen, die Welt ein kleines bisschen besser zu machen.

Du hast doch aber auch noch Leder

In dem Handy / PC, mit dem du grad schreibst, sind ja auch nicht-vegane Dinge verarbeitet

Es gibt auf der Welt ja viel schlimmere Dinge, wie verhungernde Kinder oder die Umweltverschmutzung

Vor ein paar Tagen habe ich ein sehr interessantes Video von Azze, dem Buschpiraten gesehen. Darin siniert er in die Kamera, dass er ja weniger Plasik verwenden will. Mehr und besser recyclebare Dinge wie Holzzahnbürsten, Metalldöschen etc. Darin erwähnt er, dass er es sehr traurig findet, dass seine Bemühungen häufig von negativen Kommentaren begleitet werden und das teils auch heftiger werden kann – ja, sogar extrem. Dass es Leute gibt, die solche kleinen Bemühungen schlechtreden, für die das Glas immer halb leer statt halb voll ist.

Na, kommt uns das bekannt vor? Es scheint, dass diese Haltung, schlechtes auf andere zu projezieren und die Projekte und Bemühungen anderer kleinzureden, eine eher universelle Sache ist. Es scheint, als ob es Menschen gibt (gar nicht mal wenige), die eine Art Minderwertigkeitskomplex pflegen. Denn sobald sich jemand aus der Masse heraushebt, aufsteht und seine Stimme erhebt, ist der ja (vermeintlich) besser als er. Oder alle anderen, denn wir sind ja natürlich immer nur eine Minderheit, die nichts ausrichten kann – die „anderen“ eben.

Wo will ich nun mit dieser langen Rede hin? Das ist gar nicht so einfach zu beantworten. Zum einen möchte ich euch natürlich Mut machen, dran zu bleiben. Wenn ihr einen Traum habt, wenn ihr an etwas glaubt, dann steht auf und kämpft dafür! Lasst euch nicht von Schlechtredern, Pessimisten und anderen negativen Menschen wieder herunterziehen. Schwimmt nicht in der Masse, kämpft für eure Überzeugungen!

Es kommt ganz sicher vor, dass ihr selbst mal Leuten mit Träumen begegnet. Leute, die für etwas brennen, die ganz von etwas überzeugt sind. Wenn sie euch davon erzählen, denkt daran: Es geht dann nicht um euch. Wenn euch jemand von seiner Bamubszahnbürste erzählt, will er nicht, dass ihr euch auch eine kauft. Wenn euch jemand von seiner veganen Ernährung und Erkenntnissen erzählt, will er nicht, dass ihr ihm das gleichtut. In den allermeisten Fällen will er euch nur davon berichten, was quasi ein Kompliment ist, denn solch eine Energie verschwendet man nicht an irgendwen. Erfreut euch einfach daran, dass da jemand ist, in dem ein Feuer lodert – und derjenige es mit euch teilen will.