Wir hören es immer wieder, ich kann das Phänomen aus eigener Erfahrung bestätigen: Soziale Medien filtern. Wenn ich durch den Stream der großen Netzwerke scrolle, bekomme ich nicht alles angezeigt, was da ist. Eine Maschine entscheidet für mich, was wohl interessant oder gut ist. Das muss nun keine schlechte Sache sein, denn es wird mehr denn je produziert und gepostet. Es stellt sich wirklich die Frage, ob man nun alles sehen muss. Der Haken ist nur: wir entscheiden das nicht selbst.

Weil wir viel Arbeit in diesen Blog stecken und ich persönlich der Meinung bin, dass bitte nur ich selber entscheide was mich interessiert, will ich hier eine kurze Anleitung zusammenschreiben, wie das mit den Feeds funktioniert.

Die Idee ist eigentlich ganz einfach: man schaut sich um was einen so interessiert und notiert diese Feeds dann in seinem Newsreader. Diese gibt es in vielfältiger Ausprägung, für jeden sollte etwas dabei sein. Ich selbst nutze Feedly, das auch eine App mitbringt. Daneben weiß ich zum Beispiel, dass Thunderbird mit Newsfeeds umgehen kann, ebenso wie Friendica. Ich möchte die Sache hier anhand von Feedly durchgehen, weil ich Feedly einfach am häufigsten nutze.

Feed Adresse besorgen

Viele Webseiten sind vorbereitet bieten einen Link zum Feed an, der häufig mit diesem WLAN-Ähnlichem Symbol angezeigt wird – unserer ist ganz unten auf der Seite. Ist es eine WordPress Seite, ist man häufig mit https://<seite.de>/feed bedient, so auch bei uns: https://levegan.de/feed. Den Link dann am besten in die Zwischenablage kopieren, am PC per Rechtsklick und „URL Kopieren“ oder am Handy lange drücken und kopieren.

Mit der Feed Adresse öffnen wir die Feedly App, öffnen das Menue an der linken Seite und scrollen da ganz herunter zu „Add Content“. Dort können wir die Adresse einfach in das Feld einfügen und die App erkennt das Protokoll und alles nötige automatisch. Nun können wir den Feed noch in einen Ordner einsortieren, damit wir den Überblick behalten. Mein Ordner für vegane Blogs heißt ganz einfallsreich „Vegan“.

Man fragt sich nun: „Warum soll ich das machen?“. Die Antwort ist ganz einfach. Man bestimmt selber, was man wann liest. Natürlich haben soziale Medien nach wie vor ihre Berechtigung, allerdings sind sie eher für die kurzfristige, oberflächliche Kommunikation konzipiert worden. Wer sich gerne mehr als zwei Sekunden pro Post aufhält, ist mit Blogs und deren Feeds besser bedient.